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Eine Steg um ihn zu knechten

W124 Einbau Steg 310.2 Zapco002Kurz nachdem der JL Audio 13W3v2 im Bandpass Einzug hielt war klar, das auch eine potentere Endstufe über kurz oder lang her muss. Zwar gibt der JL an den 500W RMS der Impulse SD-500 bereits eine gelungene Vorstellung ab, aber etwas Headroom kann nie schaden und von daher hielt ich Ausschau nach einem guten 1kW Verstärker…

Wenn man in der Riege der 1 Kilowatt @4Ohm Verstärker schaut, wird die Auswahl schon recht dünn, erst recht wenn man so wie ich keinen Class-D Amp nutzen möchte.

Die Lösung bedeutet in meinem Fall : Stereo-Verstärker mit mind. 2x250W RMS an 4Ohm, welcher dann gebrückt mit gut 1kW den JL bespasst.

Die üblichen Verdächtigen : 2 Kanal Amps mit 1kW

Damit der Verstärker vom Budget her gut zum Rest der Anlage passt, sollte es ein gebrauchtes Modell sein, Ebay sowie deren Kleinanzeigenbereich sind dafür das perfekte Jagdrevier. Auf der Suche nach meinem Kilowatt-Amp kristallisierten sich schnell folgende Marken/Modelle heraus, die solche potenten Analogverstärker mal gebaut haben (ich setzte die Grenze bei rd 900W RMS an 4Ohm Brücke) :

  • Zapco (Studio 500)
  • Arc Audio (ARC 1500XKX)
  • Steg (K2.04, K2.03, QM310.2, QM220.2)
  • Eton (PA 5002, PA 2802, PA 5402)
  • Audio System
  • Ground Zero (GZNA 2800XII)
  • Helix (Dark Blue 1000.2)
  • HiFonics (Boltar X, Colossus VIII, Zeus VII – Zeus XI, Zeus ZXi9000, Zeuss ZXi9002)
  • Lanzar (Optidrive 500×2, Optidrive 500 TMS)
  • ESX (800.2, 1800.2)
  • Autotek (Mean Machine 333)
  • Rockford Fosgate (Power 1000.2, Power 1000a2)
  • Soundstream (Rubicon RUB1000-2)
  • Mosconi (AS 300.2, Zero 3)
  • CalCell (HF 700.2)
  • Emphaser (EA 2350)
Die Ausgangslage : Zapco 4 Kanal und Impulse SD-500 gebrückt für den Subwoofer
Die Ausgangslage : Zapco 4 Kanal und Impulse SD-500 gebrückt für den Subwoofer

Eine große Hilfe bei der Beurteilung der Ausgangsleistung der Amps war wie so oft die Seite AMP-Perfomance, wo schon die unterschiedlichsten Endstufen auf ihre Leistung gemessen wurden.

Zusammen fassend lässt sich feststellen, das doch einiges an Vielfalt in Sachen Kilowattverstärker am Markt sein sollte , da lässt sich bestimmt was gutes + günstiges finden 🙂

Steg QM 310.2x

Nach etwas Sucherei und Warterei fand ich bei Ebay ein gutes Angebot, eine Steg QM 310.2 für 170Euro inkl. Versand. Optisch zwar etwas angegrabbelt, dafür technisch laut Verkäufer einwandfrei in Ordnung.

AMP-Performance hatte bereits 3 Endstufen diesen Modells auf dem Messtisch und die Ergebnisse sprechen für sich :

  • 2x 361 Watt an 4Ohm ( Stereo )
  • 1x 1267 Watt an 4Ohm ( Brücke )

1,2kW. Sapperlot! Dazu noch eine ausgeklügelte Netzteilregelung, welche schon ab 11 Volt Versorgungsspannung die volle Ausgangsleistung garantiert (genug Strom natürlich vorausgesetzt).

Da die Steg  in der ehemaligen Reserveradmulde verschwindet, war die Optik für mich zweitrangig, also das gute Teil gekauft.

Einbau der Steg

Obwohl der Einbau einer Endstufe keine Herausforderung darstellt, habe ich aus dem Netz vorsichtshalber das Handbuch runtergeladen und ausgedruckt – man kann ja nie wissen. Im Nachhinein war das eine gute Idee, denn nachdem die Steg bei mir eintraf stellte ich fest, das die Beschriftung der Bedienelemente an der Steg abgerieben war….

Durch die Größe leicht diagonal eingebaut : Steg QM 310.2x
Durch die Größe leicht diagonal eingebaut : Steg QM 310.2x

 

Stichwort Strom : Mir ist bewusst, das so eine Endstufe für die komplette Ausgangsleistung mindestens 1-2 Kondensatoren, besser sogar eine zusätzliche Batterie benötigt. Aber nur, weil bis jetzt keines von beidem verbaut ist, heisst das nicht, das das nicht noch kommen wird 😉 Aktuell sind erstmal andere Sachen wichtiger und Strom bekommt die Endstufe so auch (ich fahre ja keine dB Drags oder höre am Limit)

Und der Klang ?

Ja, Endstufen an einem Subwoofer klanglich zu beurteilen ist immer so eine Sache. Wie gesagt, die SD-500 von Impulse hat ihre Sache schon sehr gut gemacht (gibt es in der Bucht für ca 40 Euro, zu dem Preis eine absolute Empfehlung!), die Steg kann nochmal merklich lauter (auch wenn aktuell wg der Stromversorgung noch ein Flaschenhals besteht) und ich bilde mir ein zu hören, das auch die Kontrolle des Chassis etwas besser ist.

Auf jeden Fall war der Kauf die richtige Entscheidung und damit wäre das Thema “Car Hifi” im Coupe vorerst (*husthust*) abgeschlossen.

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